Wanderung auf den Tauro

Geplant war heute eine Wanderung in den Höhenlagen des Zentralmassivs, doch ein Blick am Morgen hinauf in die Berge bestätigte den wenig erfreulichen Wetterbericht: zu nass, zu kalt, keine Sicht durch tiefhängende Wolken. Da musste schnell ein Plan B her!  

Gute Wanderbedingungen versprach der Wetterbericht für den Südwesten der Insel und so war schnell ein vollwertiger Ersatz gefunden: Der Tour...

Dieses markante Massiv dominiert mit seinen 1.214 Metern die Bergwelt im Südwesten der Insel. Da wundert es nicht, dass bereits die Ureinwohner der Insel diesen Berg als Heiligtum verehrten.

 

Bei dieser Tour handelt es sich um eine reine Auf- und Abstiegswanderung und zu keiner Zeit um eine Streckenwanderung. Dennoch ist der Aufstieg auf den Berg keine große sportliche Herausforderung und bei den aktuell kühlen Temperaturen von nicht mehr als 20 Grad sehr angenehm zu bewältigen.

Zum Ausgangspunkt der Wanderung am Tauropass gelangt man nur mit dem Auto über eine enge Landstraße, die momentan in einem sehr schlechten Zustand ist. 

 

Der Aufstieg selbst erfolgt durch eine bizarre Felslandschaft, durch Kiefernwald und Ginsterheide. Nach den Regenfällen der letzten Zeit blüht es hier jetzt in allen möglichen Farben und überall hört man das Summen der emsigen Bienen. Hat man einmal den Einstieg in die Wanderung über eine markante Steinrampe an der oben erwähnten Landstraße gefunden, kann man den Weg auf den Gipfel des Tauro kaum mehr aus den Augen verlieren.

Schnell ist der Gipfel erklimmt und uns erwartet ein fantastisches Panorama. Der Blick in Richtung Süden lässt in der Ferne die Dünen von Maspalomas erahnen, der Fernblick in Richtung Norden gibt einen Blick auf das Zentralmassiv frei, so weit dieses nicht von Wolken verhüllt ist (siehe oben). Und tief unter uns liegt das Örtchen Soria mit seiner gewaltigen Staumauer. Nachdem wir uns sattgesehen haben, geht’s schnell zurück zum Ausgangspunkt, wobei wir zusätzlich von Kaffeedurst und einem unbändigen Appetit auf leckere Maracujatorte, die es nur in einem gewissen kleinen Café in Puerto de Mogán gibt,  angetrieben werden.

 

Dort, in diesem kleinen Café, lassen wir die Tour dann gemütlich ausklingen und sind uns einig, dass unser Plan B ein guter Plan war.

Zusammenfassung

 

Einfache, sportlich weniger anspruchsvolle Tour, die aber keinesfalls im Sommerhalbjahr begangen werden sollte, da es kaum Schatten gibt.

  • Distanz: 4,5km
  • Höhendifferenz 340 Meter
  • Reine Gehzeit rund 2 Stunden.