Regen in Maspalomas

Endlich fließt mal wieder Wasser durch den Barranco


In der Nacht vom 17.3. auf den 18.3. wurden die Einwohner des Inselsüdens aus dem Schlaf gerissen, als sich die Kaltfront eines nordwestlich des Archipels gelegenen Tiefdruckgebietes lautstark mit einem Gewitter ankündigte. Dazu muss man wissen, dass Blitz und Donner auf unserem Eiland mit seinem sehr ausgeglichenen Klima recht selten vorkommen.

Es ging dann auch im Gefolge des Gewitters ein sehr ergiebiger Regen auf die Insel nieder. Wie immer konnten die Siele den Zustrom dieser gewaltigen Mengen an Regenwasser nicht aufnehmen und so bot sich am folgenden Tage das nach solchen Wetterlagen gewohnte Bild: Übergelaufene Siele, überschwemmte Straßen und Unterspülungen am Strand. Ein unangenehmer Geruch zieht aktuell über den Strand von El Inglés, nachdem sich allerlei Sachen in den Ozean ergossen hatten, die dort eigentlich nicht hingehören. Umso unverständlicher, dass sich dennoch einige ungeduldige Touristen ins Wasser vorwagen. Glücklicherweise sorgen die Gezeitenströmungen für einen zügigen, kompletten Wasseraustausch in den Küstengewässern, so dass einem ungetrübten Badespaß schon sehr bald nichts mehr im Wege stehen dürfte. 

Wolkenbild über dem Leuchtturm von Maspalomas


Wolkenbild über dem Strand von El Inglés



Aber auch die positiven Folgen des Starkregens sollen hier Erwähnung finden: Die Natur und auch die Landwirtschaft können jeden Tropfen des kostenbaren Regenwassers gut gebrauchen. Zwar war der zurückliegende Winter durchaus geprägt von wiederkehrenden Regenwetterphasen, dennoch war die Niederschlagsmenge niemals ausreichend, um die Stauseen in den Bergen wieder aufzufüllen. Wir stehen wieder unmittelbar vor der trockenen Jahreszeit, in der monatelang im Süden der Insel kein Tropfen vom Himmel fallen wird. Die zahlreichen Touristen, die möglicherweise nur wenige Tage auf der Insel sind, um ihren Vitamin D-Haushalt auf Vordermann zu bringen, sehen das vermutlich etwas anders. In diesem Fall ist zu empfehlen, über den Tellerrand zu schauen und einen Ausflug in die faszinierende Bergwelt zu machen, und sich an der Schönheit der durch den Regen aufblühenden Natur zu erfreuen.

Unterspülungen am Strand


Unterspülungen am Strand


Die Vögel haben den Strand heute (fast) allein für sich