Höhepunkt und Abschluss des Karnevals 2017

Am 11.3. erreicht der „Carnaval de Maspalomas 2017“ seinen Höhepunkt mit dem großen Umzug durch die Straßen von Playa del Inglés. Ab 17 Uhr setzt sich eine gigantische Kolonne aus 115 Umzugswagen langsam in Bewegung. Angeführt wird der Umzug auch in diesem Jahr wieder von den Karnevalsköniginnen. Zu den Einwohnern und touristischen Gästen der Gemeinde gesellen sich noch etwa 300.000 (!) Tagesgäste aus allen Ecken und Winkeln der Insel.

Weitere Fotoimpressionen haben wir im Fotoalbum hinterlegt.

Eine ganz besondere Note erhält der Karneval in diesem Jahr durch das Wetter, denn die Umzugswagen rollen in eine tropische Vollmondnacht hinein. Noch um 20 Uhr liegen die Temperaturen über 30 Grad. Das Motto des Karnevals ist in diesem Jahr „Europa“, besser hätte bei dieser Witterung  wohl das Thema „Karneval in Rio“ gepasst.

Es ist sehr beeindruckend, wie viele Zuschauer am Rande der Strecke und überall in den Straßen von Playa del Inglés den Karneval verinnerlicht haben und aktiv am Geschehen teilhaben. Man hat den Eindruck, dass die Mehrheit der Menschen hier heute in Karnevalskostümierung erschienen ist. Vielfach wurde auf sehr kreative Art das Motto des Karnevals umgesetzt, aber auch viele „Klassiker“ und andere sehr originelle Verkleidungen sieht man. Die legendäre Lebensfreude der Canarios zeigt sich an einem solchen Tage in ganz besonderer Weise und wirkt selbst auf norddeutsch-protestantisch sozialisierte Mitmenschen hochgradig ansteckend.

Der Umzug endet spät in der Nacht mit einer großen Abschlussfeier im Yumbo-Zentrum. Am folgenden Tag wird der Karneval dann noch an den Strand verlagert, wo am Abend schließlich die Sardine zu Grabe getragen wird. Als symbolischer Abschluss dieser verrückten Zeit löst sich dann der Karneval auf dem Scheiterhaufen der Sardine und im Abschlussfeuerwerk in Rauch auf.

 

Ein großes anerkennendes Lob geht an die Organisatoren und vielen Helfer dieser Veranstaltung. Alles schien zumindest für den außenstehenden Betrachter wie am Schnürchen verlaufen zu sein. Respekt verdienen auch Müllabfuhr und Straßenreinigung für ihre Arbeit. Alle Straßen, Wege und Plätze wurden wieder zügig in den Urzustand zurückversetzt.